In der Frühbesprechung hat Werner für alles eine Erklärung. Früher entschied, wer am längsten dabei war. Diesmal wird jede Vermutung getestet. Zwei davon lassen sich mit einem einfachen Hypothesentest klären:
Hier reicht ein einzelner Test nicht, denn an der Streuung hängen mehrere Einstellungen gleichzeitig. Also ein Versuchsplan: drei Einstellungen, jede auf zwei Stufen, alle acht Kombinationen, jede zweimal. 16 Läufe statt monatelangem Probieren.
So lesen Sie das Bild: Links der Würfel: Jede Ecke ist eine Kombination aus Vorschub, Schnittgeschwindigkeit und Kühlschmierstoff, die Zahl ist die gemessene Streuung. Grün ist gut, rot schlecht. Rechts: Wie stark jede Einstellung wirkt. Nur Balken über die rote Linie hinaus sind echte Effekte.
W„Na gut. Aber jetzt heißt das: SOP anpassen, neu formatieren, freigeben, alle schulen. Das dauert Wochen.“Werner
Eine Stunde statt drei Wochen. Die Werte aus dem Versuchsplan stehen schon in der neuen SOP-Revision. Geänderte Zeilen sind markiert, die Änderungshistorie schreibt sich selbst. Und für die Linie gibt es einen einzigen Satz:
Was ändert sich für mich?
Jede Woche entstehen jetzt Dutzende Berichte. Liest die eigentlich jemand?